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Der richtige Mann zur richtigen Zeit

Sepp Piontek feierte 75. Geburtstag / Seine große Karriere startete in Leer


Piontek 2007 im Leeraner Hoheellernstadion bei einem Treffen der A-Jugend-Meister von 1957. Foto: Mario Rauch
Leer/Blommenslyst/Las Palmas (mr) Am Donnerstag feierte Sepp Piontek seinen 75. Geburtstag. Obwohl er schon seit Jahrzehnten im dänischen Blommenslyst lebt, ist der Kontakt nach Ostfriesland nie abgerissen. Von Leer aus startete die große Karriere des Fußballers. Mit herausragenden Leistungen hatte er über mehrere Jahre beim VfL Germania Leer auf sich aufmerksam gemacht. 1960 folgte der Wechsel zu Werder Bremen. 15 Jahre hielt er Werder die Treue - zunächst als Spieler, ab 1972 dann auch als Trainer. Kurios: Als Piontek nach Bremen kam, wurde er von Trainer Georg Knöpfl e vom Stürmer zum Verteidiger umfunktioniert. „Aber ein Abwehrspieler mit Offensivdrang“, schmunzelt der 75-Jährige. „So gesehen war Knöpfl es System damals schon ziemlich modern.“ Mit Werder feierte Piontek große Erfolge. Er wurde 1961 DFB-Pokalsieger und 1965 Deutscher Meister. Die Meisterschaft ordnet er rückblickend „ähnlich hoch“ ein wie die späteren Erfolge mit der dänischen Nationalmannschaft. „Unsere Meisterschaft mit Werder kam damals für viele Experten und Fans überraschend. Solche Erfolge sind die schönsten.“ In Dänemark ist Sepp Piontek eine Legende. Als er 1979 das Traineramt bei der Nationalmannschaft übernah, wurden die Skandinavier fußballerisch in Europa kaum beachtet. Es gab nicht mal eine Profi liga in Dänemark. Doch es wuchs eine junge Spielergeneration heran, die Hoffnung machte. „Die Natio nalmannschaft brauchte aber jemanden, der diese Spieler zu einer Einheit formte. Mit seiner Gründlichkeit und methodischen Herangehensweise gelang Piontek dieses Kunststück“, schrieb eine dänische Tageszeitung in dieser Woche. Das Fazit der Zeitung würden wahrscheinlich alle dänischen Fußballfans unterschreiben: „Den rigtige mand på det rigtige tidspunkt.“ („Der richtige Mann zur richtigen Zeit.“) Anfangs schmunzelten Journalisten und Spieler bisweilen über den Deutschen mit dem lustigen Akzent. „Aber auch damit konnte er umgehen und nahm Scherze mit einem Augenzwinkern. Er fand immer das richige Maß zwischen Disziplin und Freiraum für uns“, sagt Stürmer Preben Elkjær Larsen, der während Pionteks Amtszeit zu einem der besten Spieler Europas reifte. Mit spektakulärem Offensivfußball mischten Piontek und die Dänen die Favoriten bei der EM 1984 und der WM 1986 auf. „Danish Dynamite“ war geboren. Piontek ist bis heute der einzige deutsche Coach, der die DFB-Elf in einem Pfl ichtspiel bezwingen konnte. Im WM-Vorrundenspiel gewann Dänemark 1986 mit 2:0 gegen Deutschland. Dem Fußball abgeschworen hat der gebürtige Breslauer, der nach dem Krieg als Flüchtling nach Leer kam, bis heute nicht. In den vergangenen Jahren stand er dem dänischen Erstligisten Silkeborg IF beratend zur Seite, hielt Vorträge und war als Experte bei Fußballübertragungen im dänischen Fernsehen zu Gast. Seinen 75. Geburtstag feierte Josef Emanuel Hubertus „Sepp“ Piontek allerdings ganz in Ruhe in sonnigen Gefi lden. Mit seiner Frau Gitte, mit der er seit 1980 verheiratet ist, reiste er nach Gran Canaria. 

Artikel vom 07.03.2015

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