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Die Chance auf den dritten Titel

Alexander Deußen kämpft wieder um die Weltmeisterschaft


Alexander Deußen kann seinen dritten WM-Kampf kaum noch abwarten. Fotos: Smidt
Weener. Wahrlich um sein Leben gekämpft hat Alexander Deußen – Als Baby, kleiner Junge, als junger Erwachsener und zum Teil auch heute noch. Und der, der sich bis jetzt alles selbst erarbeiten musste, möchte zum dritten Mal Weltmeister im MMABoxen (Superschwergewicht – über 100 Kilo) werden. Seit seiner Kindheit bestimmt Kampfsport Deußens Leben und seine volle Aufmerksamkeit. Heute lebt er in Weener und verbringt die meiste Zeit in seiner eigenen Boxhalle. Angefangen hat Deußen mit Judo, später machte er Karate und schließlich widmete er sich der Königssportart, wie er selber sagt: dem MMA-Boxen. MMA (Mixed Martial Arts), oder auch Free Fight genannt, ist der wohl härteste Kampfsport, den es gibt. Kämpfer bedienen sich sowohl der Schlag- und Tritttechniken des Boxens, Kickboxens, Taekwondo, Muay Thai und Karate sowie Bodenkampfund Ringtechniken, Jiu-Jitsu, Ringens, Judo und Sambo. Somit müssen bei einem Vollkontaktsport wie diesem strikte Regeln aufgestellt werden: Kratzen, Beißen, in die Augen stechen und Schlage unter die Gürtelline sind strickt verboten und werden hart geahndet. Grundsätzlich kämpfen Free Fighter in einer Art Käfi g-Ring. „MMA verfolgt das Klischee, es sei nur aggressives Geprügel. Selbst wenn am Ende immer einer aufgeben muss (durch Abklatschen auf den Boden) oder K.O. geht, ist es am effektivsten, den Gegner mit konkreter Technik zu besiegen. Außerdem gibt es wohl keinen anderen Sport, bei dem der Teamgeist und der Respekt voreinander so im Mittelpunkt stehen wie beim MMA“, sagt Deußen. Seit einigen Jahren betreibt er seine eigene Schule und lehrt Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Kämpfen. Von Sparringkämpfen über Konditions- und Aufbautraining bis zu Einblicken in sämtliche Kampfsportarten wird ihnen alles geboten. „Kämpft ein Free Fighter gegen einen klassischen Boxer, gewinnt am Ende immer der Free Fighter. Er ist seinem Gegner inpunkto Technik um Längen voraus.“ Sein eigenes Training darf seit einigen Wochen allerdings nicht zu kurz kommen. Der 101 Kilo schwere Deußen trifft in seinem Titelkampf in Holland auf den über 130 Kilo schweren Jürgen Wietfeld. „Ich werde ihn mit meiner Schnelligkeit besiegen müssen. Das hat 2013 auch funktioniert“, so der amtierende Weltmeister. „Obwohl ich bereits 47 Jahre alt bin, hat man mir das Angebot gemacht, noch einmal in den Ring zu steigen und gegen meinen alten Rivalen anzutreten. Der Bessere von uns wird Weltmeister.“ Aber aufgrund seines Alters wird der Titelkampf wohl sein letzter offi zieller Profi kampf sein. In Winschoten (Holland) kommt es am Samstag, 28. Oktober, zum Showdown.  

Artikel vom 21.10.2017




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