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  23.07.2018 - 01:47 Uhr

  

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Flotte Lauf-Ikone wird 90 Jahre

Jutta Hecht aus Leer blickt auf etliche Marathon- und Ultraläufe zurück


Jutta Hecht war die erste Frau in Ostfriesland, die bei einem 100-Kilometer-Lauf antrat. Foto: Gisela Robben
Leer. Jutta Hecht, Jahrgang 1928, ist eine Laufl egende in Ostfriesland. Sie hat etliche Ultra- und Marathonläufe in ihrem Leben absolviert. Zu ihren größten Erlebnissen zählten unter anderem der New York-Marathon, den sie gleich dreimal bestritt und der erste Lauf nach der Wiedervereinigung durch das Brandenburger Tor. Am Donnerstag feierte die fl otte Lauf-Ikone ihren 90. Geburtstag. Auch wenn sie ihre Laufschuhe längst an den Nagel gehängt hat, erinnert sich die Leeranerin gerne an ihre aktive Zeit zurück. „Wenn Sie ihn retten wollen, laufen Sie mit ihm“ Erst mit Mitte 40 entdeckte Jutta Hecht ihre Leidenschaft für das Laufen. Ihr damals siebenjähriger Sohn, der an schwerem Asthma litt, brachte den Stein ins Rollen. „Es gab ja damals noch nicht so gute Medikamente. Und wir konnten sein Asthma einfach nicht in den Griff bekommen.“ Ein Arzt aus Syke bei Bremen, den Jutta Hecht in ihrer Not aufsuchte, gab ihr einen Tipp. „Ihr Sohn muss laufen. Und wenn sie ihn retten wollen, laufen sie mit ihm.“ Jutta Hecht zögerte nicht. Jeden Morgen vor der Schule lief sie gemeinsam mit ihrem Sohn im Julianenpark. Erst ein paar hundert Meter, dann immer längere Strecken. „Bald schon konnten wir unseren ersten Marathon laufen“, erinnert sich die Jubilarin. Auch ihre zwei Jahre ältere Tochter Nina schloss sich bald den beiden an. Fortan trat das Trio bei etlichen Lauf-Veranstaltungen an. Für die Medien war die laufende Mutter mit ihren Kindern ein beliebtes Thema. „Ich wurde oft interviewt. Und auch die Zuschauer an der Strecke riefen uns immer aufmunternde Sätze zu.“ In ihren aktivsten Zeiten lief Jutta Hecht rund vier bis fünf Marathons (42,195 Kilometer). Und jedes Jahr im September setzte sie noch eins obendrauf und absolvierte einen Ultra-Lauf (100 Kilometer). Sie war die erste Frau in Ostfriesland, die diese Strecke schaffte. Was motiviert sie, solche langen Strecken durchzuhalten? „Das Schönste an den Läufen ist das Ankommen. Wenn du über die Ziellinie läufst, die Zuschauer Beifall klatschen und dir Anerkennung zollen. Das ist ein Moment, auf den man nicht verzichten möchte.“ Als Jutta Hecht in den 1970er Jahren mit dem Laufen anfi ng, war sie eine Pionierin. „Es gab ja kaum Frauen, die an Marathons teilnahmen. Manchmal wurde bei den Frauen nicht mal die Zeit gemessen.“ Auch Umkleidekabinen oder Waschgelegenheiten für Frauen waren Mangelware. „Ich habe mich oft im Auto umgezogen oder bin in meinen verschwitzten Sportklamotten nach Hause gefahren, um dort zu duschen.“ Mit 90 Jahren noch topfi t Von 1983 bis 2000 lief Jutta Hecht den Ossiloop mit. „Ich habe dadurch auch Ostfriesland kennengelernt.“ Erst mit 72 Jahren - nach der 100. Etappe - entschied sie sich, nicht mehr selbst mitzulaufen. Doch noch heute lässt es sich die fröhliche Seniorin nicht nehmen, als Zuschauerin dabei zu sein. „Viele wissen, dass ich am Ziel warte. Und das spornt dann einige an, die Etappe durchzuhalten.“ Dass Sport jung hält, mag eine abgedroschene Phrase sein. Aber Jutta Hecht ist dafür der lebende Beweis. Sie fährt noch Auto, geht regelmäßig mit ihrem Hund Ayra – einem Whippet (Windhund) – spazieren und gibt Nachhilfeunterricht. „Ich bin sicher: Wäre ich nicht so viel gelaufen, wäre ich heute nicht so fit.“   

Artikel vom 07.01.2018




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