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Traum vom Ironman erfüllt

Leeranerin schafft in elf Stunden Extrem-Wettkampf in Hamburg


Geschafft: Nach elf Stunden und 59 Sekunden ist Ilka Groenewold
im Ziel: Überglücklich und erstaunlich fit. Fotos: Privat
Leer/Hamburg Monatelang hat sie dafür trainiert und am Ende hat sie es geschafft: Die Rede ist von der gebürtigen Leeranerin Ilka Groenewold. Beim Ironman in Hamburg ist die 33-Jährige an ihre körperlichen Grenzen gegangen und hat in elf Stunden und 59 Sekunden den Ironman beendet. Sechs Kilometer Laufen, danach 180 Kilometer Radfahren und als Zugabe noch einen Marathon von 42,195 Kilometer - und das ganze bei hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad. „Man muss wirklich verrückt sein, das zu machen“, scherzt die Sportbegeisterte. Aber der Ironman, der bis heute im Triathlon als Nonplusultra gilt, hat sie seit vielen Jahren gereizt. Und sie wusste, dass sie diese Mammutaufgabe schaffen würde. „Wenn du an deine Ziele, Wünsche und Visionen glaubst und dafür kämpfst, kannst du alles im Leben erreichen“. Die Stimmung an der Strecke, die zehntausend Zuschauer und vor allem ihre Freunde und Familie, die am 10,5 Kilometer Rundkurs standen, haben sie richtig angetrieben. Die Sekunden vor dem Ziel hat die studierte Sportwissenschaftlerin noch vor Augen: „Auf einmal sehe ich ihn vor mir, den Zieleinlauf. Ich hebe noch einmal das Tempo an und renne um mein Leben. Ich passiere die Ziellinie und bekomme meine Medaille umgehängt. Das Gefühl ist unbeschreiblich.“ Als geübte Marathonläuferin und leidenschaftliche Radfahrerin haben ihr diese beiden Disziplinen im Vorfeld keine Angst eingejagt. Besonders vor der Schwimmdisziplin hatte die Moderatorin aber großen Respekt. „Ich war nie eine starke Schwimmerin und bin meistens Brust geschwommen. Das kostet aber viel Kraft und so wäre das mit dem Ironman nie was geworden.“ Doch dank Schwimmtrainer Matze von Sponsor Trionik und intensivem Training im Schwimmbad und im Stadtpark-See perfektionierte sie das Kraulen. Am Ende war die Mühe umsonst, denn das Schwimmen fi el beim Ironman in Hamburg sogar aus. Wegen giftiger Blaualgen in der Alster - bedingt durch das anhaltend warme Wetter - wurde das Schwimmen gestrichen. „Ich konnte es erst gar nicht fassen. Die Disziplin, für die ich am meisten gekämpft habe.“ Ersetzt wurde dieser Part durch eine zusätzliche Laufeinheit von sechs Kilometern. Mit dem Ironman hat sich Ilka Groenewold einen Traum erfüllt. Was jetzt kommt? „Das steht noch in den Sternen“, sagt die Sportlerin. „Ich gehe weiterhin Schwimmen und Radfahren, weil ich spüre, dass es mir gut tut, aber nicht, weil der nächste Wettkampf ansteht.“

Artikel vom 06.08.2018

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