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Deutschland ist in Afrika beliebter als gedacht

SR-Reporter Thilko Gläßgen besucht Deutschunterricht


Nach seinem Besuch ließ sich Thilko mit den afrikanischen Deutschstudenten gemeinsam fotografieren. Fotos: Gläßgen
Leer/Yaoundé Der Journalismus- Student Thilko Gläßgen aus Ihrhove meldet sich in regelmäßigen Abständen aus seiner derzeitigen Heimat Afrika. In Kamerun führt er sein Studium weiter fort. In dieser Ausgabe berichtet er über seine neuen Erfahrungen im afrikanischen Deutschunterricht: „27 Studierende sind zur heutigen Vorlesung von Dr. Bertin Nyemb an die École Normale Supérieure in Yaoundé gekommen, um sich zum ersten Mal mit einem Muttersprachler auf Deutsch zu unterhalten. Der Muttersprachler bin ich und die Studierenden sprechen tatsächlich Deutsch. Schon bald werden sie in kamerunischen Schulen als Deutschlehrer arbeiten. Deutschlehrer direkt am Äquator – für mich klingt das verrückt. Deutschland genießt trotz seiner brutalen Kolonialvergangenheit in Kamerun einen ausgezeichneten Ruf. Bis 1916 herrschte 32 Jahre lang das deutsche Kaiserreich. Im Anschluss übernahmen abgesehen von zwei englischen Regionen die Franzosen. Erst 1960 erhielt der französische Teil Kameruns seine Unabhängigkeit – mit Auswirkungen auf die Beliebtheit der Franzosen. Denn oft steige ich ins Taxi und mir schlägt zunächst eine skeptische Atmosphäre entgegen. Erwähne ich dann, dass ich aus Deutschland komme und nicht aus Frankreich, schlägt die Stimmung um. Deutsche seien pünktlich und fl eißig, heißt es. Deutschland habe Kamerun nach vorne gebracht – durch die Bahnstrecke oder viele Brücken, die unter deutscher Herrschaft gebaut wurden. Dass die Arbeitsbedingungen für die Einheimischen menschenverachtend waren, scheint längst vergessen. Was bleibt, ist der Slogan „La Qualité Allemande“, die deutsche Qualität. Zumindest die deutsche Architektur hat die 101 Jahre, die seit dem Abzug der Deutschen vergangen sind, gut überstanden. So gibt es in vielen Städten Bauwerke aus deutscher Zeit. In Buea fi ndet sich zum Beispiel neben dem Bismarck Brunnen auch noch der ehemalige Gouverneurspalast. Heute ist er die Ferienresidenz des kamerunischen Präsidenten. Außerdem ein Friedhof mit Gräbern der deutschen Kolonisatoren. Doch viel wichtiger ist heute die deutsche Sprache. Mehr als 220.000 kamerunische Schüler lernten 2015 deutsch. Grund dafür sind aber ausgerechnet die ungeliebten Franzosen – denn die importierten nicht nur Baguette und ihre Sprache nach Kamerun, sondern auch das französische Schulsystem. Und das sieht als zweite Fremdsprache in der Schule Deutsch vor. Zu den Schülern kommen nochmal fast 2.000 Studierende, die entweder Deutsch auf Lehramt oder sogar Germanistik studieren. Kamerun ist damit Afrikameister im Deutschlernen. Das Seminar von Dr. Bertin Nyemb widmet sich der deutschen Literatur – Abschlussarbeiten werden über Thomas Mann oder Franz Kafka geschrieben – auch wenn Bushido und Sido bei den Studierenden ganz hoch im Kurs stehen. Schwierig ist für alle Lernenden aber die schlechte Infrastruktur in Kameruns Bildungssystem – von lediglich 20 Büchern ist nur ein einziges nicht älter als 30 Jahre. Doch als eine Studentin sagt: „Ich bin wirklich ein bisschen verrückt nach Deutschland“, nicken ihre Kommilitonen. Das zeigt sich auch in über 7.300 Kamerunern, die in Deutschland studieren. Ebenfalls ein afrikanischer Topwert – und für diesen Traum lernen die Studierenden der École Normale Supérieure gerne.“         

Artikel vom 27.02.2017




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