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Meisterin mit 16 Jahren

Karate: Ramona Hinderks hat bereits den schwarzen Gürtel


Mit dem schwarzen Gürtel ist Ramona Hinderks nun offi ziell eine Meisterin im Karate. Fotos: Pixabay/Smidt
Moormerland. Die Eigenschaften Respekt und Ehre bedeuten der 17-jährigen Ramona Hinderks aus Moormerland eine Menge. Denn ihr Herz schlägt für die asiatische Kampfkunst Karate. Genauer gesagt Goju-Ryu Karate, eine spezielle Kampfart, die sie in einer Moormerländer Karateschule erlernt. Respekt und Ehre symbolisieren diesen Kampfsport. Neben der Schule steckt Ramona viel Zeit in ihr Hobby. Deshalb hat sie es bereits geschafft, den schwarzen Gürtel zu erlangen – die Meistergarde im Karate. Das Besondere: Ramona durfte, obwohl sie erst 16 Jahre alt war, an der Gürtel-Prüfung teilnehmen. „Mein Trainer hat eine Ausnahme gemacht. Denn normalerweise steht der schwarze Gürtel erst Karateschülern ab 18 Jahren zu“, sagt sie. Allerdings überzeugte ihr Talent. Ramonas Lehrer verfolgt ihre Karriere bereits seit 2007. Wo sie damals noch unerfahren alle Informationen in sich aufsaugte, kann sie heute einen Gegner mit nur wenigen Handgriffen auf die Matte legen. Karate: Ein ehrenhafter und traditioneller Sport Bislang wurde Ramona von ihrer älteren Schwester Maria Hinderks ins Dojo – übersetzt: Karate-Trainingsraum – begleitet. Allerdings legte diese den Kampfsport erstmal auf Eis, da sie sich auf ihre Abiturprüfungen vorbereiten muss. Nicht so Ramona. Die Schülerin der IGS Moormerland wird sich im kommenden Jahr auch durchs Abi boxen, möchte aber auf Karate nicht verzichten. „Irgendwie bekomme ich das schon unter einen Hut“, sagt sie optimistisch. Die Schwestern traten dem Karateclub vor etwa neun Jahren gemeinsam bei. Eine ehemalige Freundin motivierte sie dazu. Zuerst begleiteten Ramona und Maria sie, dann bekamen beide einen Anzug und den ersten Gürtel verliehen. Das war der Beginn ihrer Karrieren im Moormerländer Dojo. Zu Beginn jeder Stunde treten alle Kampfsportler nach dem Umziehen auf das Trainingsfeld. Nicht alle gemeinsam, sondern eine Gürtel-Fraktion nach der anderen. „Das ist alles eine Frage des Respekts“, erklärt Ramona. Nachdem der Trainer den Raum betreten und einen Gong geschlagen hat, folgen ihm die Schwarzgurte und dann die Braungurte. Darauf gehen die Blaugurte, die Grün-, Orange-, Gelb- und Weißgurte hinein. Jede Gürtel- Fraktion begrüßt sich im Anschluss. Nach genau diesem System sind die einzelnen Karateklassen unterteilt. Auch Ramona bekam zu aller erst den weißen Gürtel. Ein halbes Jahr später konnte sie sich bei der Prüfung um den gelben Gürtel beweisen. Nachdem sie sich bis zum Brauen Gürtel hochgearbeitet hat, den man normalerweise dreimal machen muss, bekam Ramona von ihrem Trainer im vergangenen Jahr eine außergewöhnliche Chance angeboten. „Er fragte, ob ich an der Schwarz-Gürtel- Prüfung teilnehmen möchte. Dieses Angebot hat mich sehr gefreut und total überrascht. Aber mein Trainer erwartete schnell eine klare Antwort. Also konnte ich nicht lange darüber nachdenken. Ich sagte sofort ja.“ Ramonas Lehrer erkannte ihr außergewöhnliches Können und drückte bei den Teilnahmebedingungen ein Auge zu. Schüler selber haben kein Anrecht, nach einer Prüfungsteilnahme zu fragen. Sobald der Lehrer glaubt, seine Schüler können solche Hürden überwinden, kommt er auf sie zu. Somit musste sich Ramona in der nächsten Zeit auf ihre bislang härteste Prüfung, die eigentlich für Erwachsene ausgelegt ist, vorbereiten. Zusammen mit anderen Schwarzgurten übte sie die einzelnen Aufgaben. Diese konnte sie bereits einsehen. Nach einer harten Prüfung dann ein Triumph Im November war es soweit. In einer Turnhalle in Logabirum sammelten sich zahlreiche Anwärter auf den schwarzen Gürtel. Unter ihnen Ramona. In der Prüfung trat sie gegen viele Gegner an und musst sich in einigen Disziplinen beweisen. Zum Beispiel: Grundtechniken, Selbstverteidigung oder Kata – eine stilistische Kampfübungsform. Ramona steckt viele Schläge ein, verteilte aber mindestens genau so viele. Außerdem erwartete sie eine schriftliche sowie mündliche Prüfung. In diesen wurde sie unter anderem nach der Geschichte des Karate gefragt. Nachdem mehrere Stunden vergangen waren, hatte Ramona alles überstanden. Von der „Deutschen Kampfkunst Föderation“, Veranstalter der Prüfung, bekam Ramona ihren ersten Dan verliehen. Das bezeichnet den ersten Grad des schwarzen Gürtels. Im kommenden Jahr möchte Ramona die Prüfung für den zweiten Dan antreten. Weitere Dans sollen noch dazukommen. „Ich weiß noch nicht, was ich nach dem Abi machen möchte. Karate gebe ich aber nicht auf. Solange ich Zeit dafür habe, möchte ich den Sport weitermachen.“ 

Artikel vom 18.03.2017




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