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  28.06.2017 - 14:08 Uhr

  

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Der Traum von Arbeit

Drei junge Albaner könnten in Leer ausgebildet werden


Völker und Peters sowie Lack und Design van Rahden sind zwei Leeraner Unternehmen, die sich in den vergangenen Jahren vermehrt eingesetzt haben, Menschen mit Migrationshintergrund eine Chance auf Erfolg zu geben. Fotos: Smidt

Leer (jos) Fast geschafft: Die Freunde Artan Livalli, Gjoke Skollaj und Gentian Gjonaj können, wenn alles gut mitläuft, bald richtig durchstarten und Karriere machen. Der Plan der 23-, 29- und 22-Jährigen ist: Ihr Heimatland Albanien für drei Jahre verlassen und in Leer eine Ausbildung machen. Ein paar Behörendgänge trennen sie noch von ihrem Ziel. Allerdings steht eine Frage im Raum: Warum nicht in ihrer Heimat sondern in Deutschland? „Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz in einer albanischen Kleinstadt ist gleich null“, sagt Hans-Jürgen Peters. Der Seniorchef des Autohauses Völker und Peters aus Leer bereiste vergangenes Jahr einige südosteuropäische Länder. Im Norden Albaniens, genauer im Dorf Breg Lumi, lernte er Artan, Gjoke und Gentian kennen. Eine Autopanne schweißte sie zusammen. „Ein Teil meines Daches war beschädigt. Ich hielt am Straßenrand. Kurz darauf tauchten die jungen Herren auf und halfen mir. Wir haben uns gleich gut verstanden. Außerdem sprachen sie von Anfang an Deutsch mit mir“, erzählt Peters. Danach begleitete er sie in eine kleine Schenke. Bei ein paar Getränken lernte man sich kennen. Die Albaner erzählten Peters unter anderem, dass sie sich nur mit Übergangsjobs über Wasser halten können.

Viel Engagement zahlt sich aus

Heute verfolgt Hans-Jürgen Peters das Ziel, seinen neuen Freunden Ausbildungsplätze zu ermöglichen, um in ihrer Heimat einen guten Arbeitsplatz fi nden zu können. Zwei sollen bei Völker und Peters und einer bei Lack und Design van Rahden anfangen. „Dass dieser Prozess gar nicht so einfach ist, wissen wir. Damit verbunden ist unheimlich viel Aufwand. Aber er lohnt sich.“ Peters habe sich pfi ffi ge Jungs angelacht, die dankbar sind, arbeiten zu dürfen. „Es ist ein Geschenk des Himmels“, bestätigt Artan Livalli. In den vergangenen Wochen waren die drei Albaner zu Besuch in Leer und schnupperten in die Unternehmen. „Aber noch ist nichts entschieden und wir wissen nicht, ob es klappen wird“, so Hans-Jürgen Peters. Ihre Ausbildungsverträge haben die drei jungen Männer nun mit nach Hause genommen und lassen diese in der deutschen Botschaft abstempeln. Letzte Instanz ist aber die Agentur für Arbeit. Wenn ihr Ok kommt, erfülle sich ein Traum und die Albaner kehren zurück nach Deutschland. Artan, Gjoke und Gentian sind nicht die ersten Migranten, die Völker und Peters beschäftigt. So, wie viele andere Unternehmen in Leer, setzt sich das Autohaus seit vielen Jahren dafür ein, Menschen, die wenig Aussichten auf eine Ausbildung haben, eine Chance zu geben. „Jedes Jahr halten wir uns zwei Ausbildungsstellen für Menschen mit Migrationshintergrund oder schwer Vermittelbare frei“, sagt Geschäftsführer Jan Peters. In der Vergangenheit haben viele Migranten in Leer Karriere machen können. Ein Beispiel ist Lackiererei-Chef Arbnor Ramaj. Er selbst ist vor vielen Jahren aus dem Kosovo nach Leer gefl ohen. Er könne die Situation der Albaner bestens nachempfi nden bietet ihnen somit Möglichkeiten. Ob Artan, Gentian und Gjoke in Zukunft eine Ausbildung in Leer machen können, wird sich zeigen. 


Artikel vom 17.06.2017




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