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  14.08.2018 - 20:30 Uhr

  

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Start-Ups für ihr Zuhause

Zwei Osteuropäer entwickeln Firmenideen in Ostrhauderfehn


Volodymyr Vitrovyi (l.) und Bozidar Talie arbeiten zurzeit bei den „Peer-Leadern“ in Ostrhauderfehn. Foto: Jan-Ole Smidt
Leer (jos). Bozidar Talie und Volodymyr Vitrovyi sind eigentlich zwei ganz normale Jugendliche. Doch wünschen sie sich statt neuester Technik oder hipper Mode nichts weiter, als eine bessere Zukunft für ihre Heimatländer. Um ihre Visionen wahr werden zu lassen, arbeiten die zwei Osteuropäer zurzeit im Clubheim der „Peer-Leader“ in Ostrhauderfehn, einer Organisation junger Menschen, die sich mit verschiedenen Projekten in der ganzen Welt engagiert. Dort absolvieren sie einen Europäischen Freiwilligendienst. Kehren sie zurück in ihre Heimat, sollen sie etwas Handfestes mitnehmen. Das ist die Idee von Harald Kleem, Vorsitzender der ostfriesischen „Peer-Leader“. „Um wirklich etwas bewirken zu können, brauchen sie die Mittel, die ihnen hier in Deutschland zur Verfügung stehen. Deshalb sind sie hier und wir helfen ihnen, so gut es geht“, sagt er. Somit basteln die Freiwilligen zurzeit an Konzepten für eigene Start-Up-Unternehmen. Der 19-jährige Volodymyr lebt im Herzen der Ukraine. Überlicherweise fahren die Menschen dort mit dem Fahrrad – ganz klar, dass seine Geschäftsidee damit zu tun hat. Seine Vorstellungen erinnern an das Konzept der Internetfi rma „Airbnb“. Nur statt Wohnungen, will er Fahrräder von Privatleuten an Privatleute vermieten. Nutzer dieses Dienstes müssen dafür nur eine Internetseite besuchen oder eine App nutzen. Dort schauen sie nach, wo in der Nähe Fahrräder frei sind und können diese für fünf Euro am Tag mieten. Volodymyr verfolgt mit seiner Idee einen bestimmten Zweck: „Ich möchte der Umweltverschmutzung durch Autos entgegenwirken.“ An einem ähnlichen Konzept tüftelt der 21-jährige Bozidar, dessen Heimat Bosnien und Herzegowina ist. „Bei uns gibt es ein riesengroßes Problem mit dem Hausmüll. So etwas wie eine Müllabfuhr haben wir nicht. Dafür große Müllberge, auf denen die Leute alles abladen“, sagt er. Diese seien Schandfl ecke für seine Heimatstadt Banja Luka. Was tun? Bozidar möchte der Abfallwirtschaft ein neues Gesicht geben und mit seiner Geschäftsidee versuchen, Plastikmüll weitestgehend zu vermeiden. „Wenn ich eine Tüte Bonbons kaufe, kaufe ich einen größeren Plastikbeutel, in dem viele kleinere verpackt sind. Muss das sein?“ Auch glaubt er daran, dass seine Heimat zu einem heißbegehrten touristischen Ziel werden kann. „Wenn ich meine Stadt gut vermarkte, können Besucher aus der ganzen Welt sehen, wie schön Bosnien und Herzegowina sein kann.“ Dort sei die Architektur noch traditionell geprägt und die wunderschöne Berglandschaft sei unverwechselbar, beschreibt Bozidar. Um später einmal genügend Geld zu verdienen, müssen sich die zwei etwas einfallen lassen. Von normaler Arbeit könne man nicht leben. Das Grundeinkommen läge durchschnittlich bei etwa 350 Euro. Somit gehen zum Beispiel viele Ukrainer ins Ausland, um dort besser bezahlte Jobs anzunehmen. Volodymyr und Bozidar sind jetzt seit einigen Monaten in Ostrhauderfehn. Unter anderem machten sie bereits Städtetrips nach Magdeburg und Emden. Hauptsächlich arbeiten die beiden aber im Ostrhauderfehtjer „Moin“ und unterstützen dort die „Peer- Leader“. Sogar das Deutschsprechen fällt ihnen immer leichter. Die Sprache lernen sie per Kurs an der VHS.   

Artikel vom 03.02.2018

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