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  22.09.2018 - 12:19 Uhr

  

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Von Anspannung bis Gänsehaut-Moment

Aus dem Leben einer Veranstaltungskauffrau


Die erste Rockabilly-Night im Zollhaus genoss Svenja Klein (r.) mit ihrer Mutter. Foto: Privat
Leer. Kennen Sie eigentlich schon die junge Frau, die im Zollhaus meistens im Eingang hinter der Kasse sitzt? Nicht? Ihr Name ist Svenja Klein. Die 20-Jährige beendete kürzlich erfolgreich ihre Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau. Seit etwas mehr als drei Jahren lebt sie ein Leben, von dem andere nur träumen. Jede Woche Party und Konzerte – und dafür wird sie sogar bezahlt. Aber ist der Beruf einer Veranstaltungskauffrau wirklich so traumhaft, wie es auf den ersten Blick scheint? Svenja Klein stand dem SR Rede und Antwort und verriet, was hinter den Kulissen passiert. Nachdem „Puddle of Mudd“ seinen Auftritt beendete, die Band wenig später im Hotel war und Klein das Zollhaus abgeschlossen hatte, endete ein 16-Stunden-Arbeitstag. Sie war von morgens neun bis nachts um eins auf den Beinen. Wie ein Babysitter Kinder hütet, kümmerte sie sich den ganzen Tag um die Grunge-Rocker aus Amerika. Nur während des Konzerts konnte sie sich einmal kurz ausruhen. Die Anspannung war zunächst groß. „So ist es in der Regel immer vor großen Konzerten“, sagt Klein. Mittlerweile hat sie Routine und weiß mit ansteigendem Druck umzugehen. Erst einmal bekommen Künstler eine Führung durch das Zollhaus. „Die meisten hören gespannt zu und sind wirklich interessiert an der Geschichte.“ Das Klischee besagt allerdings etwas anderes: Oft wird behauptet, Berühmtheiten seien arrogant und blasiert. Die Hip-Hop-Gruppe „Culcha Candela“ bewies letztes Jahr das Gegenteil: „Mir waren die Jungs sehr sympathisch und ich war ganz erstaunt, wie schüchtern sie sich uns gegenüber verhielten. Auf der Bühne waren sie wie ausgewechselt und lieferten eine fantastische Show“, erinnert sich Svenja Klein. Allerdings hat sie auch schon mit einigen Lackaffen, wie man so schön sagt, zu tun gehabt. „Für einen haben wir uns sehr bemüht, seinen Vorstellungen von einem guten Essen gerecht zu werden. Mittags fragte er dann, wo der Koch sei, der ihm sein Steak vor seinen Augen zubereitet.“ Nur stand das nicht im Vertrag: „Also ging er bockig in seine Kabine und kam bis kurz vor dem Auftritt nicht mehr raus.“ Der Kontakt zu Stars ist nicht immer nur schön. Da Klein für Notfälle ihre Handynummer an die Künstler rausgibt, musste sie unter anderem schon Sex-Anfragen erdulden. „Das zählt zu den Schattenseiten. Auch Grapscher und Beleidigungen mir gegenüber kommen vor. Trotzdem überwiegen die schönen Momente“, sagt sie. Wie zum Beispiel das Fachsimpeln mit Musikern, begeisterte Fans auf Konzerten und der Moment nach einer Veranstaltung. „Wenn alles reibungslos geklappt hat, fällt uns immer ein Stein vom Herzen.“ Svenja Kleins schönstes Erlebnis war ihre erste selbst organisierte Party, die erste Rockabilly-Night im Zollhaus. „Weil ,American Wheels‘ immer gut angekommt, rief ich die passende Feier ins Leben. Dann haben Frauen einmal mehr die Gelegenheit, ein Petticoat anzuziehen“, so Klein. Vorab konnte sie nicht ahnen, wie gut die Party letztlich ankommen würde. 500 Besucher zählte das Zollhaus. Außerdem feierte sie in dieser Nacht in ihren Geburtstag hinein. „Das war einer dieser Gänsehaut-Momente“, sagt sie voller Stolz. Dieser Beruf hat Svenja Klein auch menschlich verändert. Ihr Alltag läuft seit gut zwei Jahren viel strukturierter ab. „Den Zahnarzttermin vergesse ich seitdem nicht mehr so schnell, weil ich mir alles in den Kalender eintrage. Komisch, was der Job alles so mit einem macht.“  

Artikel vom 23.06.2018

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