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Leer war 30 Jahre unser Zuhause

Die letzten beiden Mauritzer Franziskanerinnen verlassen im Januar das Borro


Schwester Theofriede (l.) und Schwester Camillis feiern Weihnachten zusammen. Foto: Jansen

Leer (aj) Sie gehören zum Borromäus-Hospital, wie der Kluntje zum Tee. Seit 153 Jahren sind die „Krankenschwestern vom regulierten dritten Orden des heiligen Franziskus“, im Volksmund besser bekannt als Mauritzer Franziskanerinnen, in dem katholischen Krankenhaus vertreten. In wenigen Wochen verabschieden sich die letzten beiden Schwestern in den wohlverdienten Ruhestand. Auch, wenn der Vergleich manch einem unpassend erscheinen mag: Schwester Camillis und Schwester Theofriede wirken ein bisschen, wie ein altes Ehepaar. Die beiden betagten Damen sind seit vielen Jahren ein eingespieltes Team. „Ich hatte ein sehr erfülltes Leben und habe meinen Schritt nie bereut“, sagt Schwester Camillis, die in der Krankenhaus-Bücherei arbeitet, am Sonntag regelmäßig Gottesdienste hält und den Haushalt des Konvents führt. „Zudem gehörte ich lange Jahre dem Pfarrgemeinderat der Hermann-Lange-Gemeinde an.“ Die 79-Jährige hat ein Gespür dafür, wenn es jemandem nicht gut geht. Aber aufdrängen möchte sie sich nicht. „Wenn jemand in der Kapelle sitzt und weint, setze ich mich daneben und warte erst einmal ab. Die Meisten fangen dann von alleine an zu reden.“ Schwester Camillis stammt aus Gladbeck im Ruhrgebiet, wo sie vor ihrem Eintritt in den Orden im Jahr 1959 an der Pforte und im Labor im Gelsenkirchener Krankenhaus arbeitete. Nach vielen Stationen als Ordensschwester kam sie vor 30 Jahren schließlich nach Leer. Schwester Theofriede arbeitete zunächst als Verkäuferin in ihrer Heimat Ermke im Kreis Cloppenburg. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenpfl egerin trat sie im August 1965 in den Orden ein. Mittlerweile ist sie aus dem Borromäus-Hospital seit 35 Jahren nicht mehr wegzudenken. „Ich arbeite auf der chirurgischen Station. Als ich nach Leer kam, hieß sie Chirurgie Frauen, später Station M und heute trägt sie den Namen Station 43“, erklärt Theofriede. Dass die beiden im kommenden Jahr aufhören, kommt den engagierten Schwestern beim Blick auf die wenigen schon gepackten Kartons recht merkwürdig vor, doch: „Ich bin nicht mehr gut zu Fuß und kann einfach nicht mehr so, wie ich will“, sagt Schwester Camillis. „Eigentlich wollte ich schon eher aufhören, aber Theofriede wollte noch bleiben. Also habe ich weiter gemacht und nun gehen wir zusammen.“ In ihren Stimmen schwingt ein wenig Wehmut mit. „Die Gemeinsamkeit wird uns fehlen.“ Schwester Camillis zieht nach ihrer Verabschiedung in ein Seniorenheim in Nordwalde. Theofriede wechselt ins Mutterhaus in Münster, zu dem das dortige Franziskus- Hospital gehört. Das Weihnachtsfest verbringen die Beiden aber noch gemeinsam in ihrem Wohnzimmer im Konvent am Borromäus- Hospital. „Das war 30 Jahre lang unser Zuhause. Wir werden es vermissen“, sagt Camillis. Am 19. Januar werden die Mauritzer Franziskanerinnen in der Heiligen Messe im Rahmen einer Feierstunde mit geladenen Gästen in der Kirche St. Michael verabschiedet.


Artikel vom 23.12.2018

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