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  28.06.2017 - 14:18 Uhr

  

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Bufdis weisen Kröten den Weg

In Kürze werden die ersten wandernden Amphibien erwartet


Frauenpower: Das kräftige Erdkröten-Weibchen trägt das kleinere Männchen auf dem Rücken. Fotos: Antje Jansen
Jheringsfehn. Der Zaun steht, die Eimer sind eingegraben und die „Kröten- Kuriere“ eingeteilt – es kann losgehen. Wie in jedem Jahr werden die Amphibien in Kürze Huckepack ihre Hochzeitsreise antreten und dabei so mancher Gefahr ins Auge blicken. Denn Liebe macht bekanntlich blind. Kröte, Frosch und Molch haben auf ihrem Weg kein Auge für den Straßenverkehr. Wenn die Temperaturen steigen und der erste laue Frühjahrsregen fällt, dann drängt es sie aus dem Winterquartier unter der Erde ins nächste Gewässer zum Ablaichen. Ein mitunter tödliches Unterfangen. Doch zum Glück gibt es Menschen, die regelmäßig im Frühjahr Schutzzäune aufstellen, damit die Amphibien auf ihrer Wanderung über die Straßen nicht unter die Räder kommen. Am Montag haben Karolin Grabe aus Logabirum, Neele de Vries aus Friedeburg, Sven Vorpahl aus Ihrhove und Fabian Oltmanns aus Rhauderfehn, die ihren Bundesfreiwilligendienst beim Naturschutzamt des Landkreises Leer absolvieren, in der Straße „Altebeek“ in Jheringsfehn rund 155 Meter Krötenzaun installiert. „Das ist eine tolle Abwechslung“, freut sich Sven Vorpahl. „Sowas haben wir noch nie gemacht“, sagt Karolin Grabe begeistert. Das Aufstellen der Zäune ist recht aufwändig. Lücken darf es keine geben. Bis sie stehen und die Eimer eingegraben sind, dauert es normalerweise mehrere Tage. Aber zu viert geht es schneller: „Ich glaube wir werden heute noch fertig“, ist Neele de Vries optimistisch. Schließlich sind sie schon ein eingespieltes Team: „Vor dem Zaun an der ‚Alten Beek‘ haben wir Zäune in Weener und in Detern aufgestellt“, so Fabian Oltmanns. Von der Hausnummer 4 bis zur Nummer 22 sollen die wandernden Amphibien vor den Gefahren der Straße geschützt werden. Mehrmals am Tag werden Hermann Buß und seine Nachbarn Anneliese Hinderks mit ihren Töchtern Maria und Ramona sowie Wilfried Pollmann die entlang des Zauns eingegrabenen Eimer kontrollieren und die hineingefallenen Amphibien über die Straße zum Kanal tragen – so, wie sie es bereits seit vielen Jahren machen. Das kräftige Weibchen trägt das kleinere Männchen auf dem Rücken und folgt seinem Instinkt. In dem Gewässer, in dem sie einst selbst das Licht der Welt erblickten, werden sie nun für Nachwuchs sorgen. Im vergangenen Jahr wurden in der Straße „Altebeek“ 532 Amphibien transportiert. Auch in Westoverledingen, Siebenbergen, Weener und Jümme werden pünktlich zum Beginn der Wanderung entsprechende Zäune aufgestellt. Der Kiefernweg, an dem sich bis vor zwei Jahren mit rund 400 Metern stets der längste Schutzzaun befand, ist in diesen Jahr erneut für den Verkehr gesperrt. „Die Sperrung beginnt an der Papenburger Straße und endet am Schützenweg“, sagt Florian Tautrich, Sachbearbeiter beim Westoverledinger Ordnungsamt, auf Nachfrage des SonntagsReports. Ab dem 16. April herrscht dort nach Aussage von Kreissprecher Jens Stöter wieder freie Fahrt. Die Aktion lohnt sich: Allein im Kiefernweg haben im vergangenen Jahr zwischen 800 und 1.000 Amphibien die Straße unbeschadet überquert. Insgesamt konnten mit Hilfe der Sperrung und der Krötenzäune 2016 an den verschiedenen Standorten rund 3.500 Tiere gerettet werden. Zusätzlich zu den Amphibien- Schutzzäunen werden an besonders stark frequentierten Stellen Schilder mit der Aufschrift „Vorsicht! Krötenwanderung“ aufgestellt. Autofahrer werden vom Naturschutzamt gebeten, Rücksicht auf die wandernden Tiere zu nehmen und bis etwa Mitte April in Streckenabschnitten mit Krötenwanderungen die Fahrgeschwindigkeit zu reduzieren. An Strecken mit Amphibienleitzäunen ist zudem damit zu rechnen, dass die Betreuer in Dämmerung und Dunkelheit die entsprechenden Straßenabschnitte überqueren.    

Artikel vom 18.03.2017




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