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Häuser weichen Klötzen

Lückenbebauung: Moormerländern stoßen riesige Wohnhäuser sauer auf


Jann de Buhr vor dem Grundstück von Aline und Gebhard Tuinmann. Auch das Haus links soll abgerissen werden. Foto: Antje Jansen
Veenhusen (aj) „Die Bebauung muss ins Ortsbild passen“, sagt Jann de Buhr. Als Bürger und Ortskundler sei es ihm wichtig, dass die kleinen, alten Häuser nicht einfach durch riesige, moderne Wohnblocks ersetzt werden. De Buhr: „Es ist nicht so, dass ich gegen Veränderungen bin. Aber zum aktuellen Stil passen sollte die Bebauung schon.“ Ein Beispiel dafür, was mit einem großen, grünen Grundstück passieren kann, sei das von Aline und Gebhard Tuinmann an der Hauptstraße in Veenhusen. „In der Mitte stand das Wohnhaus und der Garten war wunderschön“, blickt der Ur-Veenhuser zurück. „Davon ist nun nichts mehr übrig.“ Auch schräg gegenüber sind mehrere neue Wohnblocks entstanden. „Dort stand früher ein schönes Kapitänshaus.“ Die heutigen zweieinhalbgeschossigen Bauten böten zwar reichlich Wohnraum, doch „vom Garten bleibt dann nichts mehr übrig“, sagt de Buhr traurig. Wichtig ist dem CDU-Gemeindeverbandsmitglied noch ein weiterer Punkt: „Zwischen Veenhusen und Veenhuser Kolonie gibt es eine alte Grenzlinie. Sie trennte die wohlhabenden Bauern auf der Geest und die bitterarmen Kolonisten voneinander.“ Durch die Umgestaltung der Bebauung verschwinde diese einst durch das Flachsmeer verlaufende Grenze mehr und mehr. Es sei jedoch wichtig, sie zu erhalten, damit die Geschichte nicht in Vergessenheit gerate.

Artikel vom 26.02.2018




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