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Auf der Suche nach dem Vergessenen

Dennis Hilk aus Weener fotografiert leidenschaftlich gern verlassene Orte


Dennis Hilk kriecht für sein Hobby sogar in Gruben.
Weener. Es mag skurril sein, doch verlassene Häuser, marode Lagerhallen und unterirdische Tunnel sind Orte, an denen sich Dennis Hilk am wohlsten fühlt. Überall dorthin nimmt der 33-Jährige seine Fotokamera mit. Ihn prägt eine besondere Leidenschaft: die Lostplace-Fotografi e. Erst kürzlich zog er nach Weener und kennt die Gegend mittlerweile besser, als manches Urgestein. Über all die Jahre entwickelte Hilk einen siebten Sinn für sogenannte „Lostplaces“, zu deutsch: verlassene Orte. In Nullkommanichts macht er leer stehende Häuser, Höfe, Hallen oder Anlagen ausfi ndig, die er auf ganz eigene Art fotografi eren möchte. „Mir liegt die Geschichte der Orte am Herzen. Auf meiner Internetseite stehen zu fast jeder Fotoreihe die Erinnerungen zu dem Lostplace, selbst recherchiert“, sagt er. Dennis Hilk lebte bereits in Städten wie Berlin und Hamburg, ist aber in Fintel im Landkreis Rotenburg aufgewachsen. So ziemlich alle verlassenen Orte, die es in diesen Gegenden gibt, hat er bereits abgegrast – von einem leer stehenden Kalksandsteinwerk über Atomwaffenlager und ein verlassenes Dorf bis zur Ziegelei in Pilsum. „Mittlerweile habe ich einige hundert Orte besucht“, sagt er. Weitere folgen. Noch in diesem Jahr will er zu einer Reise nach Tschernobyl aufbrechen, wo sich im Jahr 1986 eine Nuklearkatastrophe ereignete. Auch heute noch gibt es dort kein Leben. „Ich nehme an einer Führung mit Geigerzähler teil, Betreten auf eigene Gefahr.“ Jeder Lostplace birgt Hindernisse und versteckte Gefahren, die Dennis Hilk überwinden muss. Morsche Böden in verlassenen Häusern, einsturzgefährdete Hallen oder Drähte und Nägel, die aus der Wand gucken. „Ein paar Schrammen und blaue Flecke habe ich schon davongetragen. Aber ich achte natürlich darauf, wo ich hintrete“, sagt er. Um Verletzungen aus dem Weg zu gehen, stattet er sich mit festem Schuhwerk, Handschuhen, einer Taschenlampe und manchmal auch Atemschutz gut aus. Wie fi ndet man denn nun einen Lostplace? Ganz einfach: über Google-Earth. Die Funktion im Internet ist deshab interessant für Hilk, weil er sich Karten aus unterschiedlichen Jahren ansehen kann. „So erkennt man den Verfall eines Ortes.“ Ist er fündig geworden, schaut er sich den Ort mit eigenen Augen an. Nach einigen Wochen kommt er noch einmal: „Wenn es sich zum Beispiel um ein marodes Haus handelt und ich sehe, dass in der Zwischenzeit das Gras wuchert und Fester zerschlagen sind, kann ich abschätzen, dass der Ort wirklich verlassen ist“, sagt Dennis Hilk. Am beeindruckendsten fi ndet er Orte, die quasi noch eingerichtet sind. „An der Wand hängt ein Kalender aus dem Jahr 2007, auf dem Tisch steht noch Geschirr, Fotos hängen an der Wand und im Kühlschrank schimmelt Nahrung.“ Einmal fand er ein Haus, in dem sich Rechnungen eines Inkassobüros auf dem Tisch stapelten. Die Wohnung war noch vollständig eingerichtet. „Der Eigentümer scheint einfach abgehauen zu sein.“ Wenn Hilk einen Lostplace fotografi ert und recherchiert hat, lädt er seine Ergebnisse unter anderem im Internet und in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram hoch. 

http://www.dennishilk.de

Artikel vom 09.06.2018

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