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  20.05.2019 - 13:51 Uhr

  

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 Ostfriesen unter Finnen

Horisontti: Junge Erwachsene arbeiten in finnischen Betrieben


Die Finnen und die Ostfriesen haben sich in der letzten Zeit kennen- und schätzengelernt. Fotos: Privat/Lukas Koster

Leer (jos). Zwei Monate im Ausland leben, einer Arbeit nachgehen, Einheimische kennenlernen und viel entdecken: Das klingt nach Spaß? Macht es auch. So berichteten es die Teilnehmer des derzeit andauernden „Horisontti“-Projekts. Vergangene Woche kehrte eine Gruppe Ostfriesen aus Finnland zurück, wo sie die letzten beiden Monate zusammen gelebt haben. Untergebracht waren die jungen Erwachsenen in einem Ferienhaus im Hyvärilä Tourismus- und Jugendzentrum in der Kleinstadt Nurmes. Vor Ort ging jeder wochentags zur Arbeit. Am Wochenende standen Ausflüge und gemeinsame Aktionen auf dem Programm. „Horisontti“ ist ein Projekt der LeeWerk-Wisa GmbH aus Leer, die in Kooperation mit dem Zentrum für Arbeit Leer, dem Jobcenter Aurich und dem Europahaus Aurich daran arbeitet, junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren auf den Berufsalltag vorzubereiten. Teilnehmer äußern vor dem Auslandsaufenthalt Berufswünsche, die die Projektbegleiter zu erfüllen versuchen. Mit großem Erfolg, weiß LeeWerk-Wisa-Geschäftsführerin Daniela Saadhoff- Waalkens. „Die jungen Leute kommen mit einem enormen Selbstbewusstsein wieder zurück und sind bereit, hier in Deutschland erfolgreich einer Arbeit nachzugehen.“ Vom Projekt angesprochen sind junge Erwachsene, die arbeitssuchend sind, zwischen Schule und Ausbildung stehen, eine Ausbildung abgebrochen haben, Unterstützung bei der beruflichen Orientierung benötigen oder Auslandserfahrung sammeln wollen. Das wäre nicht möglich, wenn das Projekt nicht durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert würde. Kira Potthast absolvierte in Finnland ein Praktikum beim Tierarzt. Sie erzählte im Gespräch mit dem SR von vielen Parallelen zu Deutschland. „Ich konnte viele Tiere behandeln. Darunter, Katzen, Hunde und Kaninchen“, sagt sie. Einheimische Tiere wie Rentiere gehörten allerdings nicht zu ihren Patienten. „Finnland ist viel weitläufiger als Deutschland. Ein finnischer Tierarzt deckt ein viel größeres Gebiet ab und muss manchmal zwei Stunden zum Patienten fahren.“ Ebenfalls tierischen Spaß hatten Samuel Siegle und Jonas Augustin. Sie waren Praktikanten auf einem Pferdehof. Beide haben festgestellt, dass ihnen die Arbeit mit Tieren besonders Spaß macht – auch wenn täglich der Pferdestall ausgemistet werden musste. Am besten aber war eine „Pony- Disko“ mit Kindern, die die beiden mitorganisierten. Lukas Koster arbeitete in einer Altenwohneinrichtung und betätigte sich künstlerisch als Fotograf. Er fotografierte die Bewohner des Hauses, während eine weitere Teilnehmerin des Projekts die Lebensgeschichte aufschrieb. An einer großen Wand gestalteten sie ihre Ergebnisse. Raphael Hildebrandt arbeitete im örtlichen Jugendzentrum. „Wir haben jeden Tag zusammen mit den finnischen Jugendlichen gekocht. Mir ist aufgefallen, dass sie sehr gesund essen und viel Sport treiben. Allerdings haben die Finnen es nicht so mit Gewürzen“, sagt Raphael. Er ist der einzige aus der Gruppe, der wieder zurückreisen wird. Für neun Monate reist er im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorb erneut nach Finnland, mit dem Ziel Finnisch zu lernen und weitere Auslandserfahrung zu sammeln. Arbeiten wird er in dem Tourismus- und Jugendzentrum, das er nun bereits kennenlernen konnte. Die neu eingerichtete Fachstelle Europa im Hause von LeeWerk-Wisa ermöglichte Raphael diese Reise. Das Team half ihm dabei, sich auf den längeren Auslandsaufenthalt vorzubereiten und vermittelte ihn an die AWO in Stuttgart, die das Austauschprogramm organisiert.    


Artikel vom 04.05.2019

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